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Dieses Thema hat 8 Antworten
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Tavo72 Offline

Zündappschieber

Beiträge: 7

11.06.2017 14:32
ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Hallo zusammen,

ich habe mit meinem Sohn einen Totalschaden wieder hergerichtet.
Vorgestern, - Punktlandung auf seinen 15. Geburtstag - habe ich den Motor zum laufen gebracht und das Mofa fertig montiert.

Relativ schlechtes Drehmoment, Geschwindigkeit - Bergab mit Rückenwind keine 25 km/h
Startete sehr gut, leichte Frühzündung

Gestern war wieder alles hinüber... es lief schwarzes Öl, ab dem Krümmer am Zylinderblock bis zum Motorblock hinunter
Anscheinend fließt Getriebeöl in das Kurbelwellengehäuse und wird mit verbrannt.

Den Motor heute wieder komplett zerlegt und beurteilt.
Kolbenbohrung Ø 38,98
Kolben Ø 38,88
Vorher wurde Kurbelwelle und Getriebe bereits von mir neu gelagert und Wellendichtringe ebenfalls komplett getauscht.
Kurbelwelle zeigt "Laufspuren" von den Wellendichtringen
Laufflächen der Wellendichtringe sind nicht mehr 100%-ig, das heisst leichte Welligkeit
bzw eingelaufen wo die alten Dichtringe saßen - ca. 0,03/0,04mm Untermaß mit digit. Messchieber gemessen
=> Ø14,97 und Ø16,97

Die 0,4mm dicke Papierdichtung ist noch ganz, das Getriebe wie auch Kurbelwelle wurde vor Inbetriebnahme komplett auf axiales Spiel kontrolliert
und mit Anlaufscheiben korrigiert. ( max. 0,1mm axiale Luft )

Der Krümmer war offensichtlich sehr "ZU" - es gibt eine Querschnitsverengung durch Verkokung im Krümmer auf einen verbleibenden Ø von 11-12mm
Das war uns "durchgegangen", das wurde bei der Renovierung übersehen.

So ... viele Worte ...

Jetzt meine Frage: Hat jemand bereits malm ein ähnliches Problem gehabt?
Auf ca 20-25 km haben wir einen Getriebeölverlust von ca 100-150ml zu verzeichnen
Fällt jemandem ein Fehler auf den ich gemacht haben könnte?
Kann man die Wellendichtringe "verkehrt" herum montieren?
Ich habe diese nach dem Einbau der Kurbelwelle aufgeschoben und mit der scharfen, angefasten Blechkante zuerst
in Richtung Kurbelwellengehäuse eingepresst.

Schäden an den Dichtringen konnte ich jetzt im Nachgang - optisch - nicht erkennen.

Vielen Dank für eure Ratschläge und Ideen bereits in Voraus,

Grüße Tavo

Bastlerhans Offline

Zündappschieber

Beiträge: 20

13.06.2017 09:50
#2 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Hallo, das mit dem verkokten Auspuff kostet natürlich anständig Leistung,wird ja nun beseitigt sein?
Wenn Getriebeöl verschwindet,saugt es definitiv der Motor weg.
Der Motor müsste auch stark rauchen.
Zeigt die Dichtfläche an der Kurbelwelle Laufspuren vom Wellendichtring,ist das natürlich
nicht gut.
Ist das nur eine Rille vom Dichtring,oder geht die Beschädigung über eine größere Fläche?
Nur eine Rille, da könnte man sich evtl. damit behelfen,dass der Dichtring etwas weiter,oder weniger
weit an seinem Sitz montiert wird,sodass er nicht in die Rille kommt.
Die Dichtlippe kommt immer zum Kurbelgehäuse,also die offene Seite.
Die geschlossene nach aussen.
Man sollte für die Dichtringmontage auch immer eine konische Schlupfhülse verwenden,damit die
Dichtlippe an den vorhandenen Kanten nicht beschädigt wird.
Es kann natürlich auch sein,dass der Ölverlust an den schmalen Dichtflächen des Kurbelgehäuses
verursacht wird.
Ich verwende an den Gehäusemitteldichtungen grundsätzlich zusätzlich ein wenig Silikondichtmasse
um solche Undichtheiten zu vermeiden.
Es gibt darüber viele gegensätzliche Meinungen,aber wer einmal einen Motor deswegen nochmal
öffnen musste,der denkt da anders darüber,zumal es ja überhaupt nicht schadet,aber man
auf der sicheren Seite ist.
Jan.

Tavo72 Offline

Zündappschieber

Beiträge: 7

14.06.2017 17:33
#3 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Hallo Jan,

zuerstmal vielen Dank für Deine Antwort.

Ich habe mir mitlerweile einfach eine neue Kurbelwelle besorgt. ( Bzw meinem Sohn ;-))
74,00€ finde ich angemessen hinsichtlich der Arbeit die deswegen entstehen kann.

Zitat von Bastlerhans im Beitrag #2


Die Dichtlippe kommt immer zum Kurbelgehäuse,also die offene Seite.
Die geschlossene nach aussen.
=> Dann habe ich das richtig gemacht
Man sollte für die Dichtringmontage auch immer eine konische Schlupfhülse verwenden,damit die
Dichtlippe an den vorhandenen Kanten nicht beschädigt wird.
=> dafür habe ich mit Isolierband die Kurbelwelle abgeklebt
Es kann natürlich auch sein,dass der Ölverlust an den schmalen Dichtflächen des Kurbelgehäuses
verursacht wird.
Ich verwende an den Gehäusemitteldichtungen grundsätzlich zusätzlich ein wenig Silikondichtmasse
um solche Undichtheiten zu vermeiden.
=>ich habe mir nun Loctite Flächedichtung besorgt um die Papierdichtung ganz dünn einzustreichen



Vielen Dank nochmal,

Grüße Tavo

Quickly-Heizer Offline

Zündapp Kenner

Beiträge: 91

16.06.2017 10:21
#4 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Moin,

bei den Kurbelwellendichtringen sollte man bei Zündapp in jedem Fall die doppellippige(mit 2 Wurmfedern)Ausführung verwenden. Nicht zu verwechseln mit Dichtringen mit Staublippe...
Dichtring in doppellippiger Ausführung:

Schwarzer, öliger Süff am Auslaß/Auspuff kann an zu fetter Vergasereinstellung bzw. verschließenen Vergaserdüsen(Nadeldüse) liegen...

Bernd

Tavo72 Offline

Zündappschieber

Beiträge: 7

17.06.2017 10:01
#5 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Moin zusammen!

Hallo Bernd, ja, genau diese Wellendichtringe habe ich verwendet.

Neue Kurbelwelle, neue Lager, neue Dichtringe...
Papierdichtung zusätzlich mit Loctite Flächendichtung eingesetzt
Und trotzdem undicht!

Wieder 350ml Getriebeöl eingefüllt und nach 20-30 km nur noch ca 200ml übrig geblieben.

Ich könnte schreien!!!

Hier ein Bild von der Einbaurichtung des Wellendichtringes.
Ich schmiere die Dichtringe immer mit Getriebeöl wenn ich diese einbaue (Bzw.immer mit dem Medium welches auch im Betrieb Kontakt hat...)
Kann es damit zusammen hängen? Sollte ich besser Fett nehmen?

Ich zerlege heute dann wohl noch einmal und drehe die Einbaurichtung um.

Mir fällt nichts mehr ein ...

Grüße Tavo|addpics|g1o-1-185e.png|/addpics|

Quickly-Heizer Offline

Zündapp Kenner

Beiträge: 91

17.06.2017 11:17
#6 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Moin Tavo,

die Einbaurichtung ist okay, ich schlage die Wellendichtringe auch so ein...Ich fülle zwar zwischen beiden Dichtlippen Heißlagerfett, aber nur damit der Wellendichtring nicht trockenläuft und quietscht...

Bist du ganz sicher, das der Motor Getriebeöl frißt? Sind die Gehäusedichtflächen beschädigt, eventuell die Gehäusedichtung zerrissen oder eingeklemmt?
Wie ist das Kerzenbild?

Gruß Bernd

Tavo72 Offline

Zündappschieber

Beiträge: 7

17.06.2017 18:19
#7 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Salute, da bin ich wieder...

Habe mit meinem Sohn wieder alles zerlegt.

Kerze ist rabenschwarz und fett verrußt. Richtig dick. Ablagerungen am Kolben und auch am Zyl-Ko.
Wieder, wie jedesmal, läuft schwarzes Öl an der Front des Getriebeblocks runter. Startpunkt ist der Abgas-Auslassstutzen.
Öl tropft sogar aus dem Auspuff

Ein entfernter Bekannter der eine Motorradwerkstatt hat glaubt nicht an den WDR.
Er sagt bei 100 verbauten Ringen hätte Er vielleicht mal einen undichten gehabt.
Ich habe nun schon den zweiten neuen WDR drin.

Im "Alter" könnte das Gehäuse verzogen sein ... ich habe dies mit einem langen Messschieber den ich als Haarlineal mißbraucht habe kontrolliert.
Sieht alles recht gerade aus. Wenn überhaupt sprechen wir von einem gleichmäßigen Lichtspalt der von mir auf max. 0,05-0,10mm eingeschätzt wird.

Kann es ein Ansatz sein die Papierdichtung komplett weg zu lassen?
Ich habe gelesen das es bei den "Schwalben" normal ist und Papierdichtungen "verpönt" sind...

Wurden original von Zündapp ÜBERHAUPT Papierdichtungen verbaut um das Kurbelwellengehäuse zu dichten?

Hat schon mal jemand ein Riss im Gehäuse gehabt, und wie hast Du es gemerkt?

Vielen Dank Euch,

Grüße Tavo

Bastlerhans Offline

Zündappschieber

Beiträge: 20

19.06.2017 07:27
#8 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Hallo, die Papierdichtungen weglassen,dürfte dir nicht helfen.
Allerdings hast du mal geschrieben,diese sei 0,4 mm dick.
Original dürfte die wahrscheinlich nur ca. 0,25 dick gewesen sein.
Dürfte aber auf die Dichtheit des Kurbelgehäuse keine Auswirkung haben,
nur die Axialspiele der Wellen sind größer geworden.
Wenn du das Kurbelgehäuse auf Dichtheit kontrollieren willst,schraube
es mit der Dichtung zusammen,stelle den Motor sohin,dass die
Zyl.fußdichtfläche geradesteht und fülle das Kurbelgehäuse mit Benzin auf.
So lässt du es eine Weile stehen,Benzin ist ja recht dünnflüssig,dann
müsstest du nach einer gewissen Zeit eine Undichtheit feststellen können,
falls vorhanden.
Jan.

Tavo72 Offline

Zündappschieber

Beiträge: 7

19.06.2017 11:36
#9 RE: ZL25 - Getriebeöl im Kurbelwellengehäuse antworten

Moin Jan,

ja die Papierdichtung ist 0,4mm dick - gewesen! ;-)
Die Axialspiele habe ich alle neu berechnet und mit 0,1mm Spiel vorgesehen.
Danke für den Gedankenansatz mit dem Benzin, das werde ich wohl mal testen.

Was mir noch als "Symptom" auffällt ist dass das Getriebeöl jedesmal schwarz ist.
Habe ich zu hohen Druck im Kurbelwellengehäuse?

Gruß tavo

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